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Vinaora Nivo Slider Schottische Tradition

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Diese Postkarten zeigen die Arbeiten des schottischen Künstlers R R McIan. Sie gehören zu einer Serie von Illustrationen, in denen er das Leben in den Highlands in verschiedenen Aspekte porträtiert. Die Illustrationen wurden in dem Buch „Gaelic gatherings or the Highlanders at Home on heather, river and loch“ in den Jahren 1847-49 veröffentlicht, mit begleitenden Texten von James Logan.

 

Sammeln des Farns

1. Sammeln des Farns. Farn wurde zur Einstreu in Ställen verwendet, zum Dachdecken und zur Bodenverbesserung auf dem Acker. Er wurde allgemein von Frauen gesammelt, die oft barfuß arbeiteten, wie in diesem Bild zu sehen.

 

 

 

 

Spinnen mit dem Spinnrocken.2. Spinnen mit dem Spinnrocken. Dieses Bild zeigt die Arbeit mit einem Spinnrocken, einem gegabelten Stock, der die Wolle oder andere Fasern aufnimmt. Er konnte in den Gürtel gesteckt oder unter dem Arm gehalten werden.

Am Spinnrocken lies man eine Spindel baumeln. Die Spindel wurde dazu verwendet, um die Wolle durch Ziehen und Drehen in Fäden oder Garn zu verwandeln. Diese Form des Spinnens hielt sich in den Highlands sogar noch bis nach der Einführung des Spinnrades. Spinnrocken und Spindeln waren nicht teuer und konnten selbst hergestellt werden.

Auch waren sie tragbar, was den Frauen ermöglichte, daneben andere Aufgaben zu erledigen. Links neben der Tür sind Fische zum Trocknen auf einen Rahmen gespannt.

Heringsfischerei.3. Heringsfischerei. Die Heringe wurden ausgenommen, gesalzen und dann in Fässern gelagert.

 

 

 

 

 

 

Heringsfischerei.4. Steinweitwurf. Der Steinweitwurf war eine Kraftprobe. Die Steine konnten bis zu 12 kg wiegen. Im Begleittext zu diesem Bild behauptet Logan, gesehen zu haben, dass solche Steine 33 Fuß (ca. 10m) weit geworfen wurden.

„Putting the stone“ oder Clachnaeart ist auch Bestandteil der heutigen Highland-Games, in der Kategorie Schwerathletik.

 


 

Die Whiskybrennerei

5. Die Whiskybrennerei. Das Wort „Whisky“ stammt vom gälischen „uisge beatha“, zu deutsch „Wasser des Lebens“. Viele Hochländer brannten den Whisky zu Hause, aus Malzgerste. Seine wärmenden Eigenschaften wurden in einem kalten Klima sehr geschätzt; man benutzte ihn aber auch als medizinisches Tonikum oder sogar als Betäubungsmittel.

Im 18. Jh. Begann die Regierung eine Steuer auf Whisky zu erheben. Das war in abgelegenen Gebieten wie den Highlands nur schwer durchzusetzen, trotzdem kam es immer wieder zu gewalttätigen Auseinandersetzungen zwischen Whiskybrennern, Schmugglern von illegalem Whisky und den Steuereintreibern.

1823 wurde ein Steuergesetz verabschiedet, das den Steuersatz in einer Höhe festschrieb, die es ermöglichte, das Brennen zu einem Geschäft zu machen, von dem man leben konnte, und aus dem zugleich noch Geld an die Regierung floss. Dies reduzierte das illegale Brennen erheblich.

Lachsjagd6. Lachsjagd. Hier benutzt ein junger Mann einen Dreizack, um einen Lachs aufzuspießen. Er arbeitet nachts, während ihm ein Kamerad mit einer Fackel Licht spendet. Diese illegale Tätigkeit wurde zur Nahrungsbeschaffung ausgeübt, aber auch als Sport.

 


 

 

 

Wollekämmen7. Wollekämmen. Zum Wollekämmen wird die Wolle zwischen zwei Nagelbretter (Karden) gelegt und damit gestrichen. Das glättete und säuberte die Fasern und bereitete sie für das Spinnen vor.

 



 

 

Korndreschen8. Korndreschen. Dreschen trennte das Korn von der Spreu. Die Dreschmaschine wurde 1784 erfunden. Im Bild wird ein Gerät namens Flail benutzt. Gedroschen wurde oft in der Scheune, bei schönem Wetter aber auch im Freien. Dazu wurden Holzbohlen auf den Boden gelegt, auf denen man Sackleinen oder Binsenmatten ausbreitete.

 


 

Die Handmühle9. Die Handmühle. Die Handmühle bestand aus zwei Steinen. Das Korn füllte man in ein Loch auf dem oberen Stein ein und drehte diesen mit Hilfe eines Handgriffs. Generell führten dies zwei Frauen aus, wie hier zu sehen, gelegentlich wurde aber auch ein Wasserradantrieb verwendet.



 

 

Jagdhelfer mit Wild10. Jagdhelfer mit Wild. Dieses Bild entstand in Anlehnung an die Geschichte eines zwölfjährigen Jungen aus Ross-shire, der illegal Rotwild jagte und später Wildhüter.

 

 

 

 

 

Dulse-Sammeln11. Dulse-Sammeln. Dulse ist essbarer Seetang, der oft als Suppenzutat verwendet wird. Man nimmt an, dass für dieses Bild McIans Frau Modell gestanden hat, die ebenfalls eine ausgezeichnete Malerin war.



 

 

 

Der Adlerhorst12. Der Adlerhorst. Dieses Bild ist auch als “Hochland-Fehde” bekannt. Eine frühe Version wurde 1839 bei der Society of British Artists ausgestellt und eine weitere bei der British Institution. Es wurde am 18. März 1843 auch in den Illustrated London News abgebildet. Es zeigt einen Hochländer, der eine steile Klippe hinuntersteigt, um einen Adlerhorst zu plündern. Als er versucht, eines der Jungen zu nehmen, wird er von den Altvögeln angegriffen.



Signal für das Boot13. Signal für das Boot. Ein Paar wartet auf das bestellte Boot. Das Feuer wurde immer an der gleichen Stelle entzündet, damit der Bootsmann das Signal gleich erkennt.


 

 

 

 

Hochlandpost zu Fuß14. Hochlandpost zu Fuß. Eie Frau übergibt eine Nachricht, die zu Fuß überbracht wurde. Logan wies in seinem Buch darauf hin, dass die Penny-Post (1840 von Rowland Hill eingeführt) sich in Schottland nicht rentierte, so dass viele Hochland-Lairds einen „Eilboten“ hatten, der zu Fuß Botengänge erledigte und Briefe austrug.


 

 

Ewen MacPhee, der Geächtete15. Ewen MacPhee, der Geächtete. Ewen McPhee entkam aus dem Gefängnis, in dem er wegen Fahnenflucht einsaß. Er versteckte sich 45 Jahre lang auf einer Insel im Loch Quoich und gründete dort eine Familie.



 

 

 

Gille Calum16. Gille Calum. Gille Calum, der Schwerttanz, ist einer der ältesten der traditionellen schottischen Hochlandtänze. Es heißt, er sei im Jahre 1054 erfunden worden, als der siegreiche König Malcolm Canmore das Schwert seines besiegten Feindes zusammen mit seinem eigenen auf den Boden legte und darüber tanzte.


 

 

Viehtreiber17. Viehtreiber. Diese beiden Viehtreiber haben ein Feuer entzündet und bereiten Brose zu, eine Mischung aus Hafermehl und Wasser. Im Text gibt Logan an, dass Viehtreiber sehr aufrichtige Männer waren, denen wertvolle Rinderherden anvertraut wurden, bestimmt für den Smithfield-Markt in London.


 

 

Hochland-Hirte18. Hochland-Hirte. Ein Hochland-Hirte und sein Hund.

 

 

 

 

 

 

Angeln19. Angeln. Ein Mädchen schaut zu, wie ein Junge mit einer Angelrute Fische fängt.


 

 

 

 

Hirschjagd20. Hirschjagd. Die Hirschjagd ist eine Form der Jagd, bei der der Schütze das Tier getarnt zu Fuß verfolgt. Sie wird in den Hochlanden heute noch ausgeübt, nicht nur als Sport, sondern auch um alte oder kranke Tiere aus der Herde auszusortieren und die Zahl des Rotwildes zu reduzieren. Rotwildherden werden ausgelesen, um Schäden durch Wildverbiss und die Überweidung der Flächen zu vermindern.

 

 

Flussüberquerung21. Flussüberquerung. Diese Karte zeigt einen Mann, der eine Frau über den Fluss trägt, während der Hund nebenher schwimmt. Bei seichten Flüssen betrachtete man das Durchwaten als sicherer als das Übersetzen mit dem Boot.


 

 

 

Torfernte22. Torfernte. Barfüßige Frauen tragen ihre vollen Torfkörbe einen steilen Abhang hinunter.

 

 

 

 

 

Schulweg23. Schulweg. McIan nannte dieses Bild “Hochlandkinder auf dem Schulweg, Lochaber”. Das barfüßige Kind, das die Gruppe anführt, ist der “Horn-boy”, gewöhnlich einer der gescheitesten Schüler, der dafür bezahlt wurde, dass er mit einem Horn die anderen Schüler zur Schule rief. Die Jungen tragen ein Stück Torf mit sich für den Ofen der Schule.


 

 

Waschtag24. Waschtag. Frauen waschen die Kleidung mit Wasser, das über einem Feuer erhitzt worden ist. Danach wird die Wäsche im Fluss nachgewaschen. Die Frauen auf dem Gemälde sind Frauen des Clan MacDonald aus Glen Coe.

 

 

 

 

Schulweg25. Pfeifer. Diese Postkarte ohne Titel stammt aus einer Postkartensammlung des Highland-Folk-Museum in Kingussie, mit Abbildungen der Gemälde des Künstlers R R McIan. Sie zeigt zwei Kinder und einen Hund, die einem Pfeifer zuhören, während im Hintergrund eine Frau strickt. Auf der Kartenrückseite befindet sich eine später hinzugefügte handgeschriebene Nachricht:

„Tut mir leid, wie es deinem Hund jetzt geht. Flöhe sind schlimm, und ich kann den riesigen Brummer nicht vergessen, und schon gar nicht die Igel! Es muss schrecklich sein, einen auszuwühlen – armer Hund.